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Phänomen der Kultur

  • Autorenbild: Anna Wirth
    Anna Wirth
  • 19. Feb. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Mai

Quelle: canva
Quelle: canva

Es gibt eine bekannte Anekdote: Zwei junge Fische schwimmen durchs Meer. Ein älterer Fisch kommt ihnen entgegen und fragt: „Wie ist das Wasser heute?" Die beiden jungen Fische schwimmen weiter – und einer fragt den anderen: „Was zum Teufel ist Wasser?"

So ist es auch mit unserer Kultur.


Wir sind in ihr aufgewachsen, sie umgibt uns jeden Tag – und genau deshalb sehen wir sie nicht. Unsere Art zu grüßen, zu verhandeln, Konflikte anzusprechen oder Stille auszuhalten: all das fühlt sich für uns selbstverständlich an. Normal. Logisch.


Bis wir das erste Mal in einem anderen Wasser schwimmen.


Erst im Kontakt mit anderen Kulturen beginnen wir zu verstehen, was unsere eigene eigentlich ausmacht. Was wir als Höflichkeit empfinden, kann anderswo als Distanz wirken. Was wir als direkt erleben, kann anderswo als unhöflich ankommen.


Interkulturelle Kompetenz beginnt nicht damit, andere Kulturen zu verstehen – sie beginnt damit, die eigene Kultur überhaupt erst zu erkennen. Denn nur wer weiß, in welchem Wasser er schwimmt, kann wirklich mit anderen ins Gespräch kommen.


Bildquelle: canva

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